Zum Inhalt springen

Warenkorb

Ihr Warenkorb ist leer

Artikel: Hund oder Katze im Garten begraben: Was ist erlaubt?

Hund oder Katze im Garten begraben – was ist erlaubt? Brauner Hund und schwarz-weiße Katze liegen zusammen im Garten unter einem Baum

Hund oder Katze im Garten begraben: Was ist erlaubt?

Ihr Tier soll die letzte Ruhe dort finden, wo es zu Hause war: in Ihrem Garten. Bevor Sie das Grab ausheben, möchten Sie sicher sein, dass alles erlaubt ist. Wir kennen diesen Abschied: Im April 2023 mussten wir uns von unserem 13 Jahre alten schwarzen Bürohund Paule verabschieden. Nach ihm ist unser Shop Paule Black benannt.

Kurz beantwortet: Darf ich mein Haustier im Garten begraben?

Ja, Sie dürfen Ihren Hund oder Ihre Katze im eigenen Garten begraben. Einen Antrag oder eine Anmeldung brauchen Sie nicht. Nur in Bremen ist es verboten. Diese Regeln gelten:

  • Das Grundstück gehört Ihnen.
  • Es liegt nicht in einem Wasserschutzgebiet.
  • Das Grab liegt nicht direkt an einem öffentlichen Weg oder Platz.
  • Über Ihrem Tier liegen mindestens 50 cm Erde.
  • Ihr Tier hatte keine ansteckende Tierseuche.

Auf dieser Seite prüfen Sie, was in Ihrem Bundesland zusätzlich gilt. Der Grab-Rechner zeigt, wie tief Sie graben müssen. Die Checkliste führt Sie Schritt für Schritt durch die Beerdigung.

Tier im Garten begraben: Was gilt in Ihrem Bundesland?

Darf man Tiere im Garten beerdigen? Die Grundregel steht im Bundesrecht. Länder, Landkreise und Städte können strenger sein. Bremen verbietet es ganz. Typische Auflagen sind: sofort begraben, keine Plastikhülle, nicht an Gewässern und nicht direkt an der Grenze zum Nachbarn. Einige Länder schreiben „Wassereinzugsgebiet“ statt „Wasserschutzgebiet“. Halten Sie dort besonders Abstand zu Brunnen und Gewässern. Der Check zeigt Ihnen in wenigen Klicks, was für Ihren Garten gilt.

Bundesland Was zusätzlich gilt Karte
Baden-Württemberg
erlaubt
Die Bundesregel steht hier auch im Landesgesetz. Wasserschutzgebiete
Bayern
erlaubt
Manche Städte und Landkreise verlangen zusätzlich: sofort begraben, keine Plastikhülle, nicht an Gewässern. Wasserschutzgebiete
Berlin
erlaubt
Für öffentliche Grünflächen nennt der Senat ein Bußgeld bis 50.000 €. Wasserschutzgebiete
Brandenburg
erlaubt
Manche Landkreise verlangen zusätzlich, zum Beispiel Havelland: sofort begraben, keine Kunststofftüten, Folien oder Dosen. Wasserschutzgebiete
Bremen
verboten
Verboten, auch auf dem eigenen Grundstück. Möglich sind Tierfriedhof, Tierkrematorium oder die Abholung durch die Tierkörperbeseitigung. –
Hamburg
erlaubt, nur für Eigentümer
Nur Eigentümer des Grundstücks und nur eigene Tiere. Das Land schreibt „Wassereinzugsgebiet“. Wasserschutzgebiete
Hessen
erlaubt
Das Land schreibt „Wassereinzugsgebiet“. Wasserschutzgebiete
Mecklenburg-Vorpommern
erlaubt
– Wasserschutzgebiete
Niedersachsen
erlaubt
Das Land schreibt „Wassereinzugsgebiet“. Der Landkreis Osnabrück rät zu einigen Metern Abstand zu Wegen. Wasserschutzgebiete
Nordrhein-Westfalen (NRW)
erlaubt
Das Land spricht von „kleineren“ Haustieren, nennt aber keine Gewichtsgrenze. Wasserschutzgebiete
Rheinland-Pfalz
erlaubt
– Wasserschutzgebiete
Saarland
erlaubt
– Wasserschutzgebiete
Sachsen
erlaubt
Möglichst nicht direkt an der Grenze zum Nachbarn. Leipzig verlangt, dass Ihnen das Grundstück gehört. Wasserschutzgebiete
Sachsen-Anhalt
erlaubt
Landkreise regeln Auflagen. Der Salzlandkreis schließt auch Trinkwassereinzugsgebiete aus. Wasserschutzgebiete
Schleswig-Holstein
erlaubt
Das Land schreibt „Wassereinzugsgebiet“. Wasserschutzgebiete
Thüringen
erlaubt, nur für Eigentümer
Nur auf einem Grundstück, das Ihnen gehört. Das Land schreibt „Wassereinzugsgebiet“. Wasserschutzgebiete

Stand: Oktober 2026, laut den Seiten der Länder, Kreise und Städte.

Mieter, Kleingarten, Garten der Eltern: Was gilt?

Sie wohnen zur Miete oder möchten Ihr Tier im Garten Ihrer Eltern begraben? Das Gesetz spricht vom Gelände, das dem Tierhalter gehört. Düsseldorf erlaubt es zum Beispiel mit Zustimmung des Eigentümers. München und Leipzig verlangen, dass Ihnen das Grundstück selbst gehört. Der Grund: Behörden legen das Gesetz verschieden aus. Wo eine Zustimmung reicht, holen Sie diese schriftlich ein. Ganz sicher sind Sie nur auf eigenem Grund, auf einem Tierfriedhof oder mit einer Einäscherung.

Im Kleingarten sind Sie Pächter, nicht Eigentümer. In den Gartenordnungen, die wir gelesen haben, steht zum Begraben von Tieren nichts. Für Sie gilt deshalb dasselbe wie für Mieter: Holen Sie die Zustimmung Ihres Vereins oder Verpächters schriftlich ein. Im Wald, in Parks und auf öffentlichen Grünflächen ist das Begraben immer verboten.

Wie tief muss das Grab für Hund oder Katze sein?

Wer einen Hund begraben möchte, fragt sich: Wie tief muss das Grab sein? Das Gesetz verlangt mindestens 50 cm Erde über Ihrem Tier, gemessen vom Rand der Grube. Manche Behördenseiten schreiben „50 cm tief“. Gemeint ist aber die Erde über dem Tier. Die Grube muss also tiefer sein: so tief, wie Ihr Tier im Liegen hoch ist, plus mindestens 50 cm.

So rechnen Sie selbst: Tiefe der Grube = Höhe Ihres liegenden Tieres oder des Sargs + mindestens 50 cm Erde. Für Länge und Breite nehmen Sie die Maße Ihres Tieres plus etwas Platz zum Hineinlegen.

Eine Gewichtsgrenze nennt das Bundesrecht nicht. Grundsätzlich dürfen Sie also auch einen großen Hund im Garten begraben. Nordrhein-Westfalen spricht allerdings von „kleineren“ Haustieren, ohne eine Grenze zu nennen.

Wurde Ihr Tier eingeschläfert, ist die Tiefe besonders wichtig. Von 2005 bis Februar 2025 hat das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit 178 Vergiftungen mit dem Einschläferungsmittel gezählt. Vergiftet wurden 107 Hunde, 2 Katzen und 69 Wildvögel. Eine Ursache waren ausgegrabene Tiere. Das Mittel bleibt lange im Körper. Laut einem Naturschutzverband graben Fuchs und Dachs auch durch 50 cm Erde. Zusammen mit einem Tierärzteverband rät er, bei eingeschläferten Tieren auch über einen Tierfriedhof oder eine Einäscherung nachzudenken. Begraben Sie Ihr Tier im Garten, schütten Sie lieber mehr als 50 cm Erde darauf und lassen Sie das Grab nie offen liegen.

Schritt für Schritt: Hund oder Katze im Garten beerdigen

Haken Sie ab, was erledigt ist. So vergessen Sie nichts, auch wenn Ihnen gerade vieles durch den Kopf geht.

  1. Vorher

    Vorbereiten

    • Platz prüfen: Klären Sie mit dem Check für Ihr Bundesland, ob Ihr Garten geeignet ist.
    • Bei gefrorenem Boden: Ist der Boden zu hart zum Graben, wählen Sie besser einen Tierfriedhof oder eine Einäscherung.
    • Material bereitlegen: Legen Sie einen Spaten und ein Tuch oder einen Tiersarg bereit.
  2. Vor dem Holen

    Grab ausheben

    • Zuerst graben: Heben Sie das Grab aus, bevor Sie Ihr Tier holen. So liegt Ihr Tier nie offen.
    • Maße einhalten: Graben Sie die Grube nach dem Grab-Rechner: Höhe Ihres Tieres plus mindestens 50 cm.
  3. Beim Beisetzen

    Ihr Tier hineinlegen

    • Bei Tuch oder Decke: Wickeln Sie Ihr Tier in Baumwolle oder Wolle ein. Plastik und Kunstfaser verrotten nicht.
    • Bei Sarg: Nehmen Sie einen Sarg aus unbehandeltem Holz oder Pappe.
    • Ohne Kalk: Streuen Sie keinen Kalk ins Grab. Kalk bremst die Verwesung.
    • Abschied nehmen: Nehmen Sie sich Zeit für ein paar letzte Worte oder legen Sie eine Blume dazu.
  4. Zum Schluss

    Zuschütten und markieren

    • Zuschütten: Füllen Sie die Grube auf, bis mindestens 50 cm Erde über Ihrem Tier liegen.
    • Festtreten: Treten Sie die Erde fest und häufen Sie den Rest etwas an. Die Erde setzt sich mit der Zeit.
    • Stelle markieren: Legen Sie einen Stein oder eine Tafel auf das Grab.

Hund oder Katze falsch begraben: Welche Strafe droht?

Ob Sie einen Hund oder eine Katze vergraben: Die Regeln sind gleich. Liegen weniger als 50 cm Erde über Ihrem Tier, ist das eine Ordnungswidrigkeit, keine Straftat. Das Bußgeld kann bis zu 50.000 € betragen. Einen festen Bußgeldkatalog dafür haben wir nicht gefunden. Die Behörde entscheidet im Einzelfall. Oft liest man von 15.000 €: Das stammt aus einem alten Gesetz, das nicht mehr gilt. Wer ein Tier auf öffentlichen Grünflächen begräbt, riskiert ebenfalls ein Bußgeld. Berlin nennt dafür bis zu 50.000 €.

Wie lange dauert die Verwesung im Garten?

Wie lange die Verwesung eines Hundes oder einer Katze im Garten dauert, lässt sich nicht genau sagen. Rechnen Sie mit vielen Monaten bis Jahren. Wie schnell ein Tier im Boden verwest, hängt vom Boden, der Tiefe, der Größe, der Hülle und der Temperatur ab. Auch eine Stadtverwaltung weist auf die lange Verwesungszeit hin. Studien zeigen: Im Boden verwest ein Körper deutlich langsamer als an der Oberfläche. Je tiefer das Grab, desto langsamer geht es. Kalk bremst die Verwesung zusätzlich.

Hund oder Katze bestatten ohne Garten

Für eine Hunde- oder Katzenbestattung ohne Garten gibt es drei andere Wege. Auf einem Tierfriedhof bekommt Ihr Tier ein eigenes Grab. Im Tierkrematorium wird Ihr Tier eingeäschert. Bei einer Einzeleinäscherung bekommen Sie die Asche zurück. Oder Sie lassen Ihr Tier in der Tierarztpraxis, die sich um alles Weitere kümmert. Was in den ersten Stunden zu tun ist, steht in unseren Ratgebern Hund gestorben: Was tun? und Katze gestorben: Was tun?

Ein Erinnerungsort im Garten

Ein Stein oder eine Tafel zeigt, wo Ihr Tier begraben ist. So gräbt auch später niemand aus Versehen an dieser Stelle. Dafür fertigen wir in Nürnberg, Bayern, Grabsteine für Hunde und Grabsteine für Katzen mit Foto und Namen.

Ihr Bild mit Laser eingebrannt 

Foto eines schwarzen Hundes vor der Gravur
Hundefoto als Lasergravur auf Schiefer
Verwenden Sie die Pfeiltasten links und rechts, um zwischen Vorher- und Nachher-Fotos zu navigieren.

In 3 Schritten selber gestalten und bestellen

  1. Produkt auswählen

    Unseren Grabstein mit Foto aus Schiefer öffnen: für Hunde oder für Katzen.

  2. Personalisieren

    Auf „Jetzt gestalten“ klicken, den Namen oder einen kurzen Text in ein Textfeld schreiben und ein Foto Ihres Tieres hochladen. Über das T-Symbol legen Sie ein neues Textfeld an.

  3. Bestellen

    Tiergrabstein in den Warenkorb legen und die Bestellung abschließen.

Häufige Fragen