Artikel: Katze gestorben: Was ist jetzt zu tun?

Katze gestorben: Was ist jetzt zu tun?
Ihre Katze ist gestorben und der Lieblingsplatz bleibt leer. Trotzdem müssen Sie jetzt Dinge entscheiden, an die Sie nie denken wollten. Wir kennen diesen Schmerz: Im April 2023 mussten wir uns von unserem 13 Jahre alten schwarzen Bürohund Paule verabschieden. Nach ihm ist unser Shop Paule Black benannt.
Vielleicht ist Ihre Katze zu Hause gestorben, wurde überfahren oder beim Tierarzt eingeschläfert. Diese Checkliste zeigt, was sofort wichtig ist und was warten kann. Haken Sie ab, was erledigt ist. Und eine Erleichterung vorab: Abmelden müssen Sie für eine Katze nur sehr wenig.
Ihre Checkliste für die ersten Wochen
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Sofort
Abschied nehmen
- Tod prüfen: Legen Sie Ihre Hand auf die Brust Ihrer Katze. Spüren Sie keine Atmung und keinen Herzschlag, ist Ihre Katze gestorben. Die Augen bleiben meist offen. Ein kurzes Zucken danach ist nur ein Reflex.
- Augen schließen: Wenn Sie möchten, schließen Sie die Augen Ihrer Katze sanft mit zwei Fingern. Oft bleiben sie nicht ganz zu. Das ist nach dem Tod normal und kein Grund zur Sorge.
- Abschied nehmen: Bleiben Sie bei Ihrer Katze, so lange Sie möchten. Streicheln Sie ein letztes Mal das Fell und sagen Sie in Ruhe Lebewohl.
- Andere Katzen dazuholen: Leben weitere Katzen bei Ihnen, lassen Sie sie die tote Katze beschnuppern. Zwingen Sie aber keine Katze dazu.
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Möglichst bald
Hinlegen und kühlen
- Hinlegen: Legen Sie Ihre Katze in eine gewohnte Schlafhaltung, solange der Körper noch weich ist. Die Totenstarre beginnt oft nach 1 bis 2 Stunden.
- Unterlage: Legen Sie Ihre Katze auf ein Handtuch. Legen Sie darunter eine wasserdichte Unterlage, denn Blase und Darm können sich nach dem Tod entleeren.
- Kühlen: Bringen Sie Ihre Katze an einen kühlen Ort, zum Beispiel in ein ungeheiztes Zimmer oder in den Keller. Etwa 10 bis 15 °C sind ideal.
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In den ersten Stunden
Letzte Ruhe wählen
- Entscheiden: Überlegen Sie, wo Ihre Katze die letzte Ruhe finden soll: im eigenen Garten, auf einem Tierfriedhof oder im Tierkrematorium.
- Bei Tierfriedhof oder Krematorium: Rufen Sie Ihre Tierarztpraxis oder einen Tierbestatter an. Manche Tierbestatter holen Ihre Katze auch zu Hause ab.
- Beim Grab im Garten: Suchen Sie einen Platz auf Ihrem Grundstück, der nicht im Wasserschutzgebiet liegt. Über dem Körper braucht es mindestens 50 cm Erde.
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In den ersten Tagen
Die Bestattung
- Im Garten begraben: Begraben Sie Ihre Katze möglichst bald. Wickeln Sie Ihre Katze dafür in ein Tuch aus Naturstoff, nicht in Plastik.
- Einäschern lassen: Sagen Sie dem Tierbestatter oder der Praxis, ob Sie die Asche zurückhaben möchten. Dafür brauchen Sie eine Einzeleinäscherung.
- Auf dem Tierfriedhof: Vereinbaren Sie mit dem Tierfriedhof einen Termin für die Beerdigung.
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In der ersten Woche
Formalitäten
- Haustierregister: Ist Ihre Katze gechippt, melden Sie den Tod bei TASSO oder FINDEFIX, je nachdem, wo Ihre Katze registriert ist.
- Versicherung: Hat Ihre Katze eine Kranken- oder OP-Versicherung, melden Sie den Tod dort.
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In den Wochen danach
Trauern und erinnern
- Trauer zulassen: Nehmen Sie sich Zeit. Weinen ist auch Wochen später noch erlaubt. Ihre Katze war ein Teil der Familie.
- Andere Katzen beobachten: Achten Sie darauf, ob Ihre weiteren Katzen normal fressen und schlafen.
- Ort zum Erinnern: Schaffen Sie einen festen Platz, an dem Sie an Ihre Katze denken, zum Beispiel am Grab oder bei der Urne.
Wohin mit der Katze nach dem Tod?
Sie dürfen eine tote Katze nicht in den Restmüll werfen. Sie dürfen Ihre Katze auch nicht im Wald oder in einem öffentlichen Park begraben. Erlaubt sind vier Wege:
Grab im eigenen Garten
Auf eigenem Grund dürfen Sie Ihre Katze begraben. Über dem Körper braucht es mindestens 50 cm Erde. Ausgenommen sind Wasserschutzgebiete und Plätze direkt an öffentlichen Wegen. Länder, Kreise und Städte können strengere Regeln haben. Bremen zum Beispiel erlaubt Gräber im Garten gar nicht.
Grab auf dem Tierfriedhof
Auf einem Tierfriedhof bekommt Ihre Katze ein eigenes Grab, das Sie besuchen können. Das passt gut, wenn Sie keinen Garten haben oder später umziehen möchten.
Katze einäschern lassen
Im Tierkrematorium gibt es zwei Arten der Einäscherung. Wählen Sie eine Einzeleinäscherung, erhalten Sie die Asche Ihrer Katze in einer Urne zurück. Bei der Sammeleinäscherung werden mehrere Tiere zusammen eingeäschert und Sie bekommen keine Asche. Bis dahin darf Ihre Katze in der Tierarztpraxis liegen. Oder Sie bringen Ihre Katze selbst ins Krematorium, zum Beispiel in der Transportbox.
In der Tierarztpraxis lassen
Möchten Sie nichts selbst regeln, bleibt Ihre Katze in der Praxis. Wohin es dann geht, ist je nach Praxis verschieden: ins Krematorium oder in die Tierkörperbeseitigung Ihrer Region. Das ist eine Anlage, die tote Tiere entsorgt. Fragen Sie beim Abschied in der Tierarztpraxis, welcher Weg es bei Ihrer Katze ist.
Katze überfahren oder tot gefunden
Freigänger sterben manchmal draußen, zum Beispiel auf der Straße. Wer tote Tiere von der Straße holt, ist von Ort zu Ort verschieden. Ob dabei jemand den Chip ausliest, ist nicht sicher. In Nordrhein-Westfalen zum Beispiel geschieht das laut Landesregierung nicht automatisch. Wird Ihre Katze vermisst, melden Sie das deshalb bei Ihrem Haustierregister. Finder einer toten Katze können den Fund bei FINDEFIX melden. So erfahren Sie vielleicht, was passiert ist.
Wer Ihre Katze angefahren hat, muss anhalten und die Halter suchen. Findet der Fahrer niemanden, muss der Unfall ab einem Schaden von etwa 50 € der Polizei gemeldet werden. Haben Sie Ihre Katze selbst tot gefunden, dürfen Sie den Körper mit nach Hause nehmen. Danach hilft Ihnen die Checkliste weiter.
Was Sie abmelden sollten
Haustierregister
Ob Sie etwas abmelden sollten, hängt vom Chip ab. Gängig sind vor allem TASSO und FINDEFIX. FINDEFIX gehört zum Deutschen Tierschutzbund. Bei TASSO melden Sie den Tod im Nutzerkonto mit dem Formular „Tier verstorben“. FINDEFIX hat dafür ein eigenes Online-Formular. Dort tragen Sie die 15-stellige Chipnummer aus dem Heimtierausweis ein.
In mehr als 3.300 Städten und Gemeinden gilt eine Katzenschutzverordnung. Freigänger müssen dort meist kastriert, gechippt und registriert sein. In den Verordnungen, die wir gelesen haben, steht keine Pflicht, den Tod der Gemeinde zu melden. Nach allem, was wir gefunden haben, reicht deshalb die Meldung beim Register.
Versicherung
Ihre private Haftpflichtversicherung müssen Sie nicht ändern, denn Katzen sind dort mitversichert. Anders ist es bei einer Kranken- oder OP-Versicherung für Ihre Katze: Melden Sie den Tod bald. Beiträge darf die Versicherung nur bis zu dem Tag verlangen, an dem sie vom Tod erfährt. Zu viel Gezahltes bekommen Sie anteilig zurück.
Erinnerung an Ihre Katze
Wo möchten Sie künftig an Ihre Katze denken? Am Grab im Garten, auf dem Tierfriedhof oder bei der Urne im Wohnzimmer. Für diesen Platz fertigen wir in Nürnberg, Bayern, Grabsteine für Katzen mit Foto und Namen Ihrer Katze.

